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Bund fördert mit 250.000 Euro die Sanierung des Schartenhofs in Biedenkopf-Eckelshausen
Bund fördert mit 250.000 Euro die Sanierung des Schartenhofs in Biedenkopf-Eckelshausen
Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat in seiner heutigen Sitzung Mittel aus dem Denkmalschutzsonderprogramm in Höhe von 250.000 Euro für Sanierungsarbeiten des Schartenhofs in Biedenkopf-Eckelshausen bewilligt. „Im Zuge der Antragsstellung habe ich mir den Schartenhof im November des vergangenen Jahres gemeinsam mit den Eigentümern angeschaut und mir den Zustand des historischen Gebäudes und die verschiedenen Nutzungen des Hauses u.a. als Marionettentheater angeschaut. Ich war sehr beeindruckt vom Engagement und auch vom Haus selbst, daher habe ich den Antrag bei meinen Kolleginnen und Kollegen in Berlin sehr gerne unterstützt,“ so der heimische Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär Sören Bartol.
Ziel der geplanten Maßnahmen ist die behutsame Instandsetzung und Ertüchtigung der historischen Bausubstanz des Wohnhauses von 1690 unter Wahrung der denkmalpflegerischen Substanz und des authentischen Erscheinungsbildes. Dabei soll die schadhafte Kunstschieferdeckung unter fachgerechter Asbestsanierung
Abgenommen werden. Anschließend erfolgt eine Neueindeckung mit Naturschiefer auf neuer Schalung. Beschädigte Sparrenfüße werden instandgesetzt, die Sparren statisch ertüchtigt und fehlende Kopfbänder ergänzt, um die Tragfähigkeit des Dachwerks dauerhaft zu sichern. Nach Räumung und Herstellung der Baufreiheit werden die historischen Holzbalkendecken und Lehmgefache überprüft, geschädigte Bereiche restauriert bzw. denkmalgerecht mit Lehm bzw. Kalkputz geschlossen. Zur zukünftigen Nutzung als Figuren- und Skulpturenlager wird der unebene Bodenaufbau zurückgebaut und durch eine leichte Konstruktion aus Schüttung und Holzbelag ersetzt, um die Deckenstatik nicht zu überlasten. Als Heiztechnik wird ein neues, denkmalverträgliches Temperierungssystem eingebaut, das eine konstante, materialschonende Raumtemperatur zur Erhaltung der empfindlichen Kunstobjekte gewährleistet.
Der Bund trägt mit der bewilligten Summe die Hälfte der veranschlagten Kosten in Höhe von 500.913,84 Euro.
„Es freut mich sehr, dass nach dem Herrenhaus in Amönau, der Waggonhalle in Marburg, der Alten Kirche in Bürgeln, dem Kaiser Wilhelm-Turm auf der Sackpfeife, der Lutherischen Pfarrkirche in Marburg, den historischen Orgeln in Münchhausen, Anzefahr und Stausebach und der Burg Mellnau erneut ein Projekt, welches für unseren Landkreis von großer Bedeutung ist, durch die Förderung des Sonderprogramms profitiert. Ein großer Dank gilt an dieser Stelle auch Herrn Dr. Bernhard Buchstab vom Landesamt für Denkmalpflege in Hessen“, so Bartol abschließend.