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SPD-Viehmarktsfrühschoppen in Bad Arolsen mit Sören Bartol, MdB

SPD-Viehmarktsfrühschoppen in Bad Arolsen mit Sören Bartol, MdB

Die SPD Waldeck-Frankenberg lud mit den Ortsvereinen Bad Arolsen - Helsen und Mengeringhausen am Viehmarktssonntag zu ihrem traditionellen Viehmarktsfrühschoppen. Unter dem Motto „Miteinander im Gespräch - Wie gelingt gutes Leben auf dem Land?“ war als Hauptredner der Vorsitzende der hessischen SPD Sören Bartol, MdB zu Gast. Bartol, der auch Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen ist, berichtete über die aktuellen Reformpakete der Bundesregierung und deren Auswirkungen auf die Region Waldeck-Frankenberg und betonte die Bedeutung starker Kommunen und spürbarer Reformen. 


Er hob das Bürgerengagement für die Demokratie hervor und verdeutlichte, dass Vertrauen in den Staat nicht durch Worte, sondern durch eine verlässliche und im Alltag spürbare Politik entsteht. Unter Verweis auf Ergebnisse des aktuellen Hessenmonitors betonte der Abgeordnete die Diskrepanz zwischen der Grundhaltung der Bevölkerung und ihrer Zufriedenheit mit der politischen Praxis: Während 95 Prozent der Hessinnen und Hessen hinter der demokratischen Idee stehen, sind nur 64 Prozent mit deren Umsetzung zufrieden. Bartol: „Die Menschen zweifeln nicht an der Demokratie, sondern daran, ob die Politik ihre Alltagsprobleme lösen kann. Demokratie braucht Wir – und das Wir braucht Politik, die wirkt.“
Als Kernfelder für verlässliche Politik sprach er über zukunftssichere Rente, bezahlbaren Wohnraum, handlungsfähige Kommunen sowie Sicherheit und wehrhafte Demokratie. Somit sein das Rentenniveau über das Jahr 2031 hinaus stabilisiert. Das Rentensystem soll gerechter gestaltet werden, indem mehr Menschen einzahlen. Die geplante kapitalgedeckte Ergänzung wird dabei gemeinsam von Arbeitnehmern und Arbeitgebern getragen. Auch notwendige Debatten – etwa zur Rente mit 63 – müssten offen geführt werden. Beim Thema Wohnraum sagte Bartol, dass Wohnen eine Schlüsselfrage für die Zukunftsfähigkeit der Regionen sei. Um dem Wohnungsmangel entgegenzuwirken, müssen Planungs- und Genehmigungsverfahren drastisch beschleunigt sowie Bauanträge vereinfacht werden. Die bundesweit mehr als 12 Millionen Quadratmeter leerstehenden Büroflächen müssten unter dem Leitmotiv „Umbau statt Leerstand“ für Wohnraum aktiviert werden. Als Positivbeispiel für bezahlbares Wohnen nannte er die Arbeit der Nassauischen Heimstätte/Wohnstadt. Bartol zu handlungsfähigen Kommunen: „Städte und Gemeinden sind das Fundament der Demokratie. Der Großteil der Mittel aus dem Bundes-Sondervermögen muss direkt an die Kommunen fließen – mit voller Entscheidungsfreiheit vor Ort für Kitas, Schulen, Straßen und Bäder.“ 


Bartol betonte, dass der Schutz der Freiheit aller Bürgerinnen und Bürger – unabhängig von Herkunft, Glauben oder sexueller Orientierung – Kernaufgabe des Staates sei. Nach dem Terroranschlag in Berlin fordert der Abgeordnete eine lückenlose Aufklärung der behördlichen Abläufe im Umgang mit extremistischen Gefährdern. Eine starke Demokratie müsse sich konsequent gegen Extremismus jeder Art zur Wehr setzen.
Das historische Volksfest in Bad Arolsen, das seit bald 300 Jahren gefeiert wird, zeige beispielhaft, wie Gemeinschaft und Verantwortung vor Ort gelebt werden. Die Aufgabe der Politik sei es nun, diesen Einsatz durch Verlässlichkeit im Alltag – bei der Rente, beim Wohnen, bei der kommunalen Infrastruktur und der inneren Sicherheit – zu unterstützen. Bei einer lebendigen Diskussion stand Bartol zu den aktuellen politischen Situationen in Bund und Land Rede und Antwort. 


Begleitet wurde die Veranstaltung vom SPD-Vorsitzenden Latif Hamamiyeh Al-Homssi und dem SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Timothée Liebig, die viele weitere Gäste begrüßten. Mit dabei waren unter anderem der Bad Arolser Bürgermeister Marko Lambion, die Bundestagsabgeordnete Esther Dilcher sowie die Kreisbeigeordnete Hannelore Behle. 
Hamamiyeh Al-Homssi hält fest: „Demokratie lebt vom Austausch vor Ort, gerade in herausfordernden Zeiten. Die SPD versteckt sich nicht. Wir öffnen Räume, schaffen Begegnungen und suchen bewusst das Gespräch. Mit dem traditionellen SPD-Frühschoppen bieten wir als SPD Waldeck-Frankenberg die Plattform für einen gelungenen Austausch zwischen den verschiedenen politischen Ebenen und den Menschen vor Ort.“